Beim Light Birch 3 stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis
VORTEILE
- sehr leicht
- einfach und schnell aufzubauen
- Außen- und Innenzelt separat verwendbar
- Preis-Leistung
- praktischer Dachbaldachin
- zwei Apsiden
NACHTEILE
- für drei Personen doch extrem beengt
- Wassersäule nur 3000ml
- chemischer Geruch
- Außenzelt reicht nicht ganz bis zum Boden
- Nachspannen etwas fummelig
- Packsack nicht wasserdicht verschließbar
BEWERTUNG

WAS STECKT HINTER DER MARKE QEEDO?
Hinter der Marke Qeedo mit Hauptsitz in Deutschland (Ellwangen) und dem dazugehörigen Slogen „Together Outdoor“ steckt genauer betrachtet eine ganze Community von erfahrenen Outdoorern. Denn die Entwickler versuchen stets dem Feedback der Qeedo Community gerecht zu werden und deren Ansprüche in die Produkte einfließen zu lassen. Sie selbst sagen von sich: „Wir lieben es draußen zu sein und wir lieben Outdoor-Produkte. Doch nur wir allein, können trotz viel Outdoor-Erfahrung nicht allein unsere Produkte entwickeln und verbessern. Deswegen sind uns die Nutzer besonders wichtig – Together Outdoor, Qeedo“.
Über das Gründungsjahr konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen. Die Produktpalette umfasst Zelte, Schlafsäcke, Campingmöbel, Kochgeschirr uvm. Zudem kann man als im Shop auch Zeltzubehör und viele verschiedene Ersatzteile erwerben.
Hinter Qeedo steckt das Unternehmen CLICKCONCEPTS GmbH und auf deren Webseite wird Qeedo wie folgt angepriesen:
„Qeedo war der Hersteller von Zelten, welcher das revolutionäre Quick Up System auf den Markt gebracht hat. Diese neue Aufbauart kombiniert rasend schnelle Aufbauzeiten und mehr Raum im Innenzelt mit einem sehr geringen Packmaß im Vergleich zu sogenannten Wurf- oder Pop-Up-Zelten. Bei allen Qeedo-Produkten verzichtet man konsequent auf unnötige Zwischenhandelsstufen. Dadurch ist man in der Lage, qualitativ hochwertige Produkte mindestens 50% preiswerter an den Endkunden zu liefern. Dabei kann man dem Anspruch an günstige Produkte standhalten ohne Abstriche in der Qualität zu machen – ein Prinzip von den beiden Seiten profitieren.“
Die CLICKCONCEPTS GmbH selbst ist ein E-Commerce Unternehmen logischer Weise ebenfalls mit Sitz im schwäbischen Ellwangen. Es wurde im Jahre 2001 gegründet und konzentriert sich zu 100% auf den Onlinehandel.
WARUM DAS LIGHT BIRCH 3?
Zugegeben, mir war der Name Qeedo tatsächlich schon bekannt, bevor ich das Light Birch 3 von OUTSIDEstories zum Testen bekommen habe. Wer auf Amazon mal nach Zelten oder Camping-Zubehör gesucht hat, stößt irgendwann auch auf Qeedo, bisher hatte ich mir aber noch keines ihrer Produkte zugelegt, weil ich der Meinung war, wenn es auf Amazon ist und im Vergleich zu bekannten und namhaften Herstellern einen so drastischen preislichen Unterschied macht, muss da doch irgendetwas faul sein an der Sache. Sei es mangelnde Qualität, schlechte Verarbeitung oder sonst irgendwelche drastischen negativen Aspekte, weshalb ich mir diese Produkte doch lieber nicht näher angesehen hatte.
Schon lange hatte ich ein leichtes 3 Mann- (bzw 2 Erwachsene und Knirps) -Zelt auf meiner Wunschliste. Aber wer sich mal damit befasst und sich dann die Preise für qualitativ gute Zelte angeschaut hat, kann sicher nachvollziehen, warum ich bis dato immer noch keines im Sortiment hatte und stattdessen auf mein 10 Jahre altes 20 € - Zelt vom Discounter zurückgegriffen hatte.

Nun ist also mit dem Light Birch 3 Zelt mein Outdoor-Equipment deutlich bereichert worden. Wie schon erwähnt, der Preis spricht für sich, aber stimmt da jetzt auch die Qualität? Schon mal vorweg, der Unterschied zum Discounter-Zelt ist enorm J.
Ein flexibles, möglichst leichtes aber dennoch stabil und schnell aufzubauendes Trekkingzelt ist bei vielen Outdoor-Aktivitäten einfach ein Muss. Egal ob beim Mehrtages-Trekking-Touren oder einem Biketrip. Und bei einem schmalen Portemonnaie lohnt es sich einen Blick auf das Light Birch 3 zu werfen.

WAS BIETET ES?
Wie man in vielen Shops sehen, kann ist das Preis-Leistungs-Verhältnis von Qeedo Zelten schwer zu toppen. Vergleichbare Zelte anderer Hersteller kosten gerne mal das Doppelte. Der Innenraum bietet eine Liegebreite von 1,50 m für zwei bis drei Personen reichen. An Kopf- Fußseite befindet sich jeweils eine große Innentasche, sowie von innen zu bedienende Belüftungsöffnungen. Ein zusätzlicher Dachbaldachin bietet zusätzlichen Stauraum. Das Zeltgestänge besteht aus sehr leichtem Aluminium. Das Zelt besitzt zwei gegenüberliegende Eingangstüren zugehörigen Apsiden.
{"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/ZYlt6KtepNQ.jpg?itok=XiCqhbWo","video_url":"https://youtu.be/ZYlt6KtepNQ","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":1},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv, automatisch abspielen)."]}












Aufbau-System:
- Nur Außenzelt: Außenzelt mit optionaler Zeltunterlage (nicht im Lieferumfang)
- Nur Innenzelt: Innenzelt mit optionaler Zeltunterlage (nicht im Lieferumfang)
- Innenzelt mit Außenzelt: Innenzelt mit Außenzelt und optionaler Zeltunterlage (nicht im Lieferumfang)

Aufbau / Abbau
- Aufbauzeit: ca. 2 Minuten
- Abspannleinen mit 3-Ecks Schnurspannern
- Raffbarer Packsack mit Kompressionsbändern
- Schnurspanner sind mit einer Hand zu bedienen
- Y-Aluminium Heringe (Gewicht pro Stück / 15 g)
Eigenschaften:
- Aufbausystem Kuppelzelt
- Gewicht 3,48 kg
- Schlafkabinen 1
- Eingänge 2
- Boden im Vorraum nicht vorhanden
- Wassersäule (Außenzelt) 3.000 mm
- Wassersäule (Bodenplane) 4.000 mm
Außenmaße (Zelt):
- Länge 220 cm
- Breite 300 cm
- Höhe 126 cm
Packmaß:
- Länge 53 cm
- Breite 18 cm
- Höhe 18 cm
Material (Außenzelt):
- Material Polyester
- Materialstärke 68 D
- Versiegelung PU-Beschichtung
- Gestänge Aluminium



WIE MACHEN SICH DAS ZELT IM EINSATZ?
Wie schon erwähnt, habe ich das Zelt von OUTSIDEstories Mitte Dezember 2019 (ja ihr habt richtig gelesen D-E-Z-E-M-B-E-R) zum Testen bekommen. Klimawandel sei Dank, war das aber eigentlich gar nicht so schlimm. Zunächst habe ich das Zelt in meinem Sportraum aufgebaut um es mir einfach mal anschauen zu können. Der Aufbau ist selbsterklärend. Sollte man es aber doch nicht intuitiv hinbekommen, so kann man auch einfach auf der im Packsack eingenähten Anleitung spicken. Da es also eh schon mal gestanden ist und mein Sohn hellauf begeistert war, musste ich dann direkt mit ihm im Haus zelten. Ich denke die Bilder und das Video sind sprechend genug, daher spar ich mir hier mal langwierige schriftliche Erklärungen.
{"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/26FiGYu8eWI.jpg?itok=ZHPD4idq","video_url":"https://youtu.be/26FiGYu8eWI","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":1},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv, automatisch abspielen)."]}









Mir ist schon beim ersten Aufbau aufgefallen, dass es sich für drei Personen eigentlich nur ausgehen kann, wenn man entweder auf einer großen Isomatte liegt oder man wirklich nur sehr kompakte Matten, die man auch übereinander legen kann, verwendet. Meine beiden, die Vaude Dream Comfort 10 l (Breite 69,00 cm) und die Vaude Dream 10 l (Breite 70,00 cm), lassen schon rein rechnerisch keinen Platz mehr für eine dritte Matte. Das Zelt hat auf dem Papier mit seiner Breite von 150cm also nur noch 11cm über. Sollte man also wirklich planen zu dritt darin zu nächtigen, muss man das auf jedenfalls berücksichtigen. Ich kann mir irgendwie nicht so recht vorstellen, wie man zu dritt darin auch nur ein Auge zu bekommen kann, wenn man sich fühlt wie die Heringe in der Dose. Ach ne, das waren ja Sardinen. Wie auch immer, ich denk ich die 3 Erwachsenen-Belegung werde ich wohl nicht ausprobieren müssen.


Total praktisch finde ich den einfach mit 6 Häkchen zu befestigenden Dachbaldachin, da man darin zum eine gut gebrechliches wie z.B. die Brille, oder Dinge die gern noch benutzt werden vor dem schlafen gehen (Smartphone, Ohrstöpsel, Taschentücher) aufbewahren kann. Oder auch um dort seine Lampe unterzubringen.

Den ersten Außeneinsatz hatte das Zelt dann als ich es testhalber ein paar Tage im Garten bei Regen, Frost und Ekelwetter habe stehen lassen. Praktisch sind die beiden Apsiden durchaus, aber schon auch relativ schmal. Der Frost hat sich diese Bereiche reicht schnell einverleibt. Was mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mit daran liegt, dass das Außenzelt nicht ganz bis zum Boden reicht. Dinge wie Schuhe, die morgens trocken sein sollten, würde ich je nach Witterung nicht dort unterbringen. Eine Zeltunterlage macht denke ich, gerade wenn man Regenwetter erwartet durchaus Sinn um die beiden Apsiden auch trocken zu halten. Diese ist aber leider nicht im Lieferumfang enthalten.


Über die Tage hat es auch vermehrt etwas geregnet, allerdings keinen Starkregen gehabt, insofern kann ich sagen, dass das Zelt bezüglich Dichtigkeit keine Härtetest absolvieren musste und erwartungsgemäß auch dicht gehalten hat.


Sehr praktisch finde ich die Möglichkeit, Außen und Innenzelt einzeln verwenden zu können. Grade wenn man auf längeren Touren zum Gram-Zähler mutiert, kann man hier gewichtstechnisch nochmal ordentlich abspecken.




Nach den Weihnachtsfeiertagen, ging es dann für einen kurzen Trip in meine westlichen Wälder. Das geringe Gewicht des Zeltes machte sich bei meiner Tour am Rucksack nicht negativ bemerkbar. Ich hatte alles dabei was ich gebraucht habe und hat nicht das Gefühl mir einen Hinkelstein auf den Rücken geschnallt zu haben. Meinen Sohn kann ich immer Winter leider noch nicht auf derartige Touren mitnehmen, da er sehr gern mal aus seinem Schlafsack schlüpft egal wie kalt es ist und alleine hat man mehr als genügend Platz.






Wie auch andere geschrieben hatten ist auch mir der etwas chemische Geruch aufgefallen. Dieser ist über den Testzeitraum noch nicht verflogen, aber vielleicht legt sich das ja auch mit der Zeit.
FAZIT?
Ich finde das Zelt erfüllt absolut seinen Zweck. Es ist ordentlich verarbeitet und das Design wirkt durchdacht. Hier und da muss man halt doch ein paar kleine Abstriche machen. Der Preis ist allerdings kaum zu toppen, wenn man das Preis-Leistung-Verhältnis vor Augen führt. Ich mach mich dann mal mit meinem auf ins nächste Camping-Abenteuer und #wirsehenunsdraussen…




































